MEPPEN 2008
AUSZUG EINER FACHARBEIT
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Kinder und Jugendliche sind gefragt
Jonas Kerstan hat seine Facharbeit über das Thema „Eine Stadt als Trendsetter – was brauchen Kinder und Jugendliche in Meppen?“ geschrieben. Für die geplanten Stadtführungen bilden seine Ergebnisse eine wichtige Grundlage, geben sie doch auch Aufschluss darüber, welche Interessen und Bedürfnisse Kinder und Jugendliche in Meppen haben.
Jonas Kerstan hat drei verschiedene Gruppen befragt: Grundschüler der 3. und 4. Klasse, Jugendliche, die das JAM-Center regelmäßig besuchen (Jugendzentrum), und Gymnasiasten; bei den Jugendlichen unterschied Jonas Kerstan außerdem zwischen weiblichen und männlichen Befragten. Sämtliche Fragebögen hat der Schüler selbst entworfen und sie mit seinem Lehrer Ulrich Weßling abgestimmt. Eine wichtige Position nahm der Aspekt ein, was sich die einzelnen Zielgruppen als Angebote wünschen und wie dieser Bedarf gedeckt wird. Hier in Auszügen Jonas Kerstans Hypothese und seine Ergebnisse:
(…) Allgemein brauchen Kinder ein abwechslungsreiches Angebot für ihre Freizeitgestaltung, sodass ich einen hohen Bedarf bei Spielplätzen sehe. Insbesondere vermute ich bei den Jungen einen hohen Bedarf an Sport- und Fußballplätzen und bei den Mädchen den an einer Musikschule, wobei man diese entweder häufig oder gar nicht braucht. Das Kino sowie das Schwimmbad sehe ich ebenfalls als Orte, die häufig von Kindern aufgesucht werden, da sie ein breites Spektrum für Kinder bieten und wetterunabhängig sind. Theater bzw. die Freilichtbühne sowie Minigolfplätze und Kreativangebote erhalten meiner Vermutung nach sehr unterschiedliche Bewertungen, da sie spezieller und oftmals mit Geld verbunden sind.
Ob der Bedarf der Kinder gut gedeckt ist, kann ich sehr schwer einschätzen, sodass ich vor allem auf diese Ergebnisse sehr gespannt bin. Kinder haben jedoch nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten wie Jugendliche und geben sich vielleicht wegen ihrer geringen Erfahrung schnell mit etwas zufrieden, sodass es auch sein könnte, dass oftmals eine sehr gute Bewertung für den gedeckten Bedarf abgegeben wird.
Bei den Jugendlichen sind meine Vermutungen sehr von meinen eigenen Interessen beeinflusst, da ich selbst in diesem Alter bin sowie auch mein Umfeld, mit dem ich meine Freizeit verbringe. Im Bereich Sport vermute ich einen deutlich höheren Bedarf bei den Jungen als bei den Mädchen. Tennisplätze sowie das Schwimmbad könnten vielleicht auch bei den weiblichen Befragten einen hohen Bedarf haben. Die anderen aufgelisteten sportlichen Möglichkeiten gelten aber eher als männliche Sportarten. Der Bereich Essen und Trinken wird meiner Vermutung nach in beiden Spalten einen durchschnittlichen Wert erhalten, da dies sehr beliebte Dinge für die Freizeitgestaltung Jugendlicher sind, jedoch oftmals auch sehr kostspielig.
Der Bereich der Unterhaltung hingegen wird vielleicht sehr individuell bewertet, da diese Dinge sehr mit speziellen Interessen der Jugendliche zusammenhängen, außer wahrscheinlich das Kino und Diskotheken. Genauso wie die Spalte des Bedarfs, vermute ich, dass die Spalte des gedeckten Bedarfs sehr individuell bewertet wird und sich keine klare Linie erkennen lassen wird. Bei den Jugendlichen sind meine Vermutungen sehr von meinen eigenen Interessen beeinflusst, da ich selbst in diesem Alter bin sowie auch mein Umfeld, mit dem ich meine Freizeit verbringe.
Im Bereich Sport vermute ich einen deutlich höheren Bedarf bei den Jungen als bei den Mädchen. Tennisplätze sowie das Schwimmbad könnten vielleicht auch bei den weiblichen Befragten einen hohen Bedarf haben. Die anderen aufgelisteten sportlichen Möglichkeiten gelten aber eher als männliche Sportarten. Der Bereich Essen und Trinken wird meiner Vermutung nach in beiden Spalten einen durchschnittlichen Wert erhalten, da dies sehr beliebte Dinge für die Freizeitgestaltung Jugendlicher sind, jedoch oftmals auch sehr kostspielig. Der Bereich der Unterhaltung hingegen wird vielleicht sehr individuell bewertet, da diese Dinge sehr mit speziellen Interessen der Jugendliche zusammenhängen, außer wahrscheinlich das Kino und Diskotheken. Genauso wie die Spalte des Bedarfs, vermute ich, dass die Spalte des gedeckten Bedarfs sehr individuell bewertet wird und sich keine klare Linie erkennen lassen wird.
Meppen – eine Stadt als Trendsetter
(…) Eine Stadt kann als Trendsetter fungieren, wenn sie neue „Trends“ setzt, d. h., wenn sie neue Möglichkeiten schafft, wodurch eine Wende entstehen kann. Ein Beispiel, dass die Stadt Meppen teilweise zu einem Trendsetter werden kann, ist der Skaterpark. Skateboardfahren gilt als eine Trendsportart und durch die Errichtung dieses Objekts entstand auch der Trend des Skatens in Meppen. Vielleicht wird durch die Sanierung und Verlagerung der Skateranlage, was ich bereits in anderen Kapiteln erwähnt habe, dieser Trend noch mehr verbreitet. Tritt dies ein, so kann man die Stadt Meppen in dieser Hinsicht als Trendsetter bezeichnen. Diese Stadt hat sehr viele sportorientierte Leute, was bestimmt auch daraus resultiert, dass es genügend Sport- und Fußballplätze gibt, wie ich in meiner Umfrage herausgefunden habe. Also hat die Stadt diesen Sporttrend in gewissem Maße mitbestimmt.
Ein anderer Trend, den die Stadt mit beeinflusst hat, ist das abendliche Ausgehen der Jugendlichen, was meine Auswertung des Bereichs Essen und Trinken sowie teilweise der Bereich der Unterhaltung verdeutlicht. Hier sind genügend Angebote vorhanden, den Trend der „Party“ auszuüben. Man könnte noch viele weitere Beispiele aufführen, bei denen man feststellen kann, dass die Stadt Meppen durchaus als Trendsetter fungieren kann. Aber man muss auch sagen, dass Meppen als eine Kleinstadt in vielen Sachen eingeschränkt ist. Sie kann natürlich nicht so viele Trends wie eine Großstadt erschaffen, denn dazu ist der finanzielle Aspekt zu oft ein großes Hindernis.
Bedeutung der Ergebnisse für das Communauten-Projekt in Meppen
Dass von den Kindern und Jugendlichen keine Wünsche nach mehr Angeboten formuliert wurden, die die Stadtgeschichte betreffen, ist nicht verwunderlich, liegt doch die Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte nicht unbedingt auf den vorderen Plätzen der Interessengebiete von Kindern und Jugendlichen. Außerdem ist das bisherige Angebot der Kunstschule, die eine spezielle Stadtführung für Kinder im Programm hat, wahrscheinlich zu wenig bekannt. Die bislang geringe Attraktivität solcher Stadtführungen für Kinder und Jugendliche bedeutet aber nicht, dass sie generell unerwünscht sind, denn man muss zunächst einmal die Chance bekommen, so etwas kennenzulernen. Vielleicht können die Meppener Communauten in ihrem praxisbezogenen Jahr Kinder und Jugendliche „auf den Geschmack“ bringen – und womöglich ist Meppen dann auch mit diesem Angebot ein Trendsetter.

