PAPENBURG 2008
UNTERWEGS IN OBENENDE
Unterwegs zu markanten Punkten
Die AG für die 4. Klasse der Michaelgrundschule ist toll „durchgestartet“. Das wöchentliche Treffen mit dieser Gruppe bringt eine große Kontinuität in die Arbeit und lässt die AG schneller zusammenwachsen, als es bei den anderen beiden Gruppen der Fall ist. Auch hier beginnen wir damit, uns gegenseitig zu filmen. So üben die Kinder gleich, mit dem Medium Film umzugehen und haben sichtlich Spaß dabei. Anschließend ziehen wir durch die nähere Umgebung der Schule und filmen ausgewählte Orte.
Am Obenende besteht die Besonderheit, dass die meisten bekannten Punkte so dicht beisammen liegen, dass wir sie bequem zu Fuß erreichen können. Die Kinder haben alle schon die Papenburger Geschichte durchgenommen und können einiges darüber erzählen. Auch wenn Papenburg sich von der Ems her ausgebreitet hat, so liegt doch hier weit von der Ems entfernt die Von-Velen-Anlage – das Freilichtmuseum, welches die Lebensbedingungen der Siedler im Laufe der Jahrhunderte zeigt. Die Kinder haben alle schon die Anlage besucht, auch die Statue direkt daneben, die Dietrich von Velen, den Gründer der Stadt Papenburg zeigt, ist ihnen wohlbekannt.
Neben diesen zentralen Plätzen besteht das Obenende aber aus langen Straßen und Kanälen. Da die Entfernungen besonders für Kinder sehr groß sind, überlegen wir uns am folgenden Termin, dass wir auch die unbekannten Gebiete erkunden wollen. Das Obenende ist sehr weitläufig und eignet sich daher nicht für eine Rallye. Die Kinder wollen ihren Mitschülern ihren Stadtteil darum in Form einer Wandzeitung nahebringen. Außerdem soll diese Zeitung auf DIN-A4-Format kopiert und an andere interessierte Kinder verteilt werden. Die Communauten vom Obenende beginnen mit ihren Recherchen im Internet. Sie sehen nach, ob sich dort Interessantes über ihren Stadtteil finden lässt, und zeichnen außerdem Rahmen für die Seiten ihrer Wandzeitung.
Die Communauten-Zeitung entsteht
Damit wir erst einmal erfahren, wie man eine Zeitung aufbaut, laden wir Gerd Schade, einen Redakteur der Emszeitung, zu uns ein. Er erklärt den Kindern ein paar Fachbegriffe und Grundsätze der praktischen Zeitungsarbeit. So zum Beispiel den Satz „Menschen wollen Menschen sehen“, der für die Fotoauswahl immer berücksichtigt werden sollte. Auch die Tatsache, dass jeder zweite Leser eine Zeitung von hinten liest, also die Zeitung in die Hand nimmt und von hinten nach vorn durchblättert, finden die Kinder auch eine Woche später noch sehr interessant.
Gerd Schade erklärt den Kindern, dass die Themen in einer Zeitung in Ressorts eingeteilt sind: Lokales, Politik, Sport, Kultur usw. Die Kinder überlegen sich, über welche Themen sie schreiben könnten. Als erstes fallen ihnen die bekannten Orte ein. Lena möchte auf jeden Fall über das Eiscafé Venezia berichten, denn die Eisdiele nennen alle Kinder, wenn es um ihre Lieblingsplätze am Obenende geht.
Dann stehen natürlich Dietrich van Velen und die Van-Velen-Anlage auf dem Plan, ebenso wie die Michaelkirche. Zu den eher unbekannten Plätzen gehört ein alter großer Geräte- und Fahrzeugunterstand eines ehemaligen Gutshofs, den Sven so interessant findet, dass er darüber schreiben möchte.
Da die Kinder für ihre Artikel zuerst noch Informationen sammeln müssen, sie aber nach dem Besuch von Gerd Schade gern mit dem Schreiben von Artikeln beginnen wollen, erzählen sie von ihren sportlichen Aktivitäten. Die Themen für unsere Sportseite sind schnell gefunden, genau wie der Titel unserer Zeitung, die die Kinder „Communauten News“ nennen wollen. Das letzte Treffen vor den Osterferien findet auch für die Obenender Kinder in der Kunstschule statt. Hier malen sie ihre vorgezeichneten Zeitungsrahmen mit verschiedenen Farben bunt an.

